Donnerstag, 5. Juli 2007

Unicornscan auf Debian Etch

Um Unicornscan auf Etch kompilieren zu können, sind einige zusätzliche Pakete erforderlich.

Hier mal die, die nach einer Etch-Minimalinstallation benötigt wurden:

apt-get install libpcap0.8 libpcap0.8-dev flex-old bison libnet1 libnet1-dev
Da Unicornscan in das Verzeichnis /usr/local/libexec kopiert werden will, habe ich das Verzeichnis libexec mal ganz brutal angelegt.
mkdir /usr/local/libexec
Danach
make
make install
und alles wird gut... glaube ich ;-)

Sonntag, 1. Juli 2007

Daft Punk @ Philipshalle Düsseldorf, 07-06-29

Endlich war der Tag gekommen...

Seitdem ich am 31.03.2007 im houseboard davon gelesen hatte, dass Daft Punk endlich am 29.06.2007 in Deutschland spielen, fieberte ich die nächsten 3 Monate auf dieses Datum hin.
Würde dieses Konzert die Erwartungshaltung erfüllen oder sogar übertreffen können? Was würden sie für Songs spielen? Fällt die Lightshow wirklich so gigantisch aus, wie in diversen YouTube-Videos bereits im Pixelbrei zu erahnen?
Würden Daft Punk wirklich nur 55 Minuten spielen, wie auf einigen Internetseiten zu lesen?
Zuviel Ungewissheit, kaum Fakten; aber eigentlich wil
l man sich mit anderen Reviews ja auch gar nicht die Vorfreude nehmen lassen...

Die Zwischenzeit nutzte ich erstmal, um für die zweite Karte, die ich bekommen hatte, einen Besitzer zu finden - dies war allerdings recht schnell erledigt ;)

Jetzt wurde es richtig hart, soooo lange noch warten - viel Arbeit in den Monaten bis zum Konzert verkürzten die Wartezeit aber auf gefühlte 2 Wochen und plötzlich war der 29.06.2007 da und ich saß im Auto auf der A46 Richtung Düsseldorf.
Wersten raus, an der Ampel rechts und dann irgendwann links, einer Frau in schicker Warnweste 3€ gegeben - schon stand ich vo
r der Philipshalle. Kaum angekommen, lief auch schon ein lustiger kleiner Mann mit Rucksack an mein Auto und klemmte mir irgendwelche Flyer an die Scheibe.

"Läuft" dachte ich, wartete noch ein paar Minuten auf meine nette Begleitung und nach kaum fünf Minuten in der Warteschlange waren wir auch schon drin - "nicht lange in der Vorhalle aufhalten, direkt rein in die Massen", nach dem Motto stürmten wir die Haupthalle - und waren etwas irritiert wegen der verhältnismäßig leeren Halle, die wir um 19:30 voller erwartet hatten.
Also stellen wir uns ziemlich weit nach vorne (reihenmäßig dürfte es etwa die fünfte gewesen sein) und warteten erstmal ab. Gegen 20.00 Uhr begann dann sowas wie das Vorprogramm mit einem DJ, der zwar
musikalisch ein gutes Händchen bewies, dieses jedoch lieber von den Plattentellern lassen sollte.

Laut einiger Aussagen war es sebastiAn und / oder kavinsky, da sich niemand die Mühe gemacht hat, jemanden anzukündigen leider nicht klar zu bestimmen.

Einige verhauene Übergänge musste man verzeihen aber spätestens mit Smack my Bitch up hatte er wenigstens bei mir gewonnen! Smack my Bitch up über die grandiose Soundanlage der Philipshalle geniessen zu dürfen, war absolut genial und ließ einiges erhoffen!

Pünktlich um 21.00 Uhr war es dann soweit, die Musik hörte auf und die Leute wurden merklich unruhig und laut. Ohne viel Aufsehen wurde dann der Vorhang geöffnet und man sah: Nichts. Für's erste blieb die Bühne schwarz, schemenhaft erkannte man die zwei Robotergestalten, die eine geteilte Pyramide erklommen (im Bild schon erleuchtet, ansonsten erkennt man ja nichts ;-)) und das Gerüst um die Pyramide herum.

Die ersten Töne erklangen (Uhrzeit Video auf meiner Kamera 21:01).

Da wusste dann auch der letzte: "Jetzt geht's los!"

Nach einigen schneller werdenden "Robot - Human"-Vocals
begann endlich der Auftritt, auf den ich so lange gewartet hatte mit dem ersten Track des Abends - wie konnte es anders sein - "Robot Rock!"

Wie schon im Video zu erkennen, fuhr die Lightshow-Abteilung auf der Bühne von Anfang an das volle Programm an Effekten ab, natürlich jederzeit in perfekter Abstimmung zur Musik und in einer Farbenvielfalt und Variation, wie ich sie bisher auf keinem Konzert erleben durfte.

Über den Abend verteilt war eigentlich alles dabei, wa
s man von Daft Punk erwarten konnte:

Technologic; Face To Face; One More Time; Around The World; Harder, Better, Faster, Stronger; Da Funk (Video coming soon)...

Allerdings verfolgte man bei der Trackwahl keine klare Linie - viele Mashups und Remixes zogen sich durch das gesamte Konzert, wie hier gut heraus zu hören - Face To Face und Harder, Better, Faster Stronger.


Nach etwas über einer Stunde verließen die beiden, nachdem sie das Publikum schon ordentlich in's Schwitzen gebracht hatten, die Bühne.
Natürlich forderte das Publikum lautstark nach einer Zugabe, eine Stunde f
ür ~40€ wäre auch wirklich kurz und teuer gewesen. Es war wohl allen klar, dass Daft Punk zurück kommen würden und wie sich kurze Zeit später heraus stellte, brauchten sie die Pause in erster Linie, um ihre schicken Roboterhelme, die sie übrigens während der gesamten Show trugen, zu "pimpen". Allerdings sollte man ihnen die Pause auch nicht verübeln, wer so lange mit diesen Helmen auf der Bühne steht, der hat eine Pause auch verdient... man kann nur hoffen, dass die Jungs 'ne Frischluftzufuhr in den Helmen haben.

Während der Zugabe wurden noch einige Kracher ausgegraben, die nicht Daft Punk direkt zuzuschreiben sind, darunter auch "Music sounds better with you" (Stardust) und "Together" (Thomas Bangalter / DJ Falcon), aber auch "One more time" und "Aerodynamic" fanden in der Zugabe noch Platz, wenn mein Gedächtnis mich nicht täuscht.
Auch die Zugabe war natürlich von einer unglaublichen Lightshow begleitet, in deren Verlauf die "gepimpten" Helme dann auch zum Einsatz kamen.






















Insgesamt spielten die beiden Franzosen etwa 1 1/2 Stunden quasi Non-Stop das komplette Repertoire rauf und runter, gemischt mit einigen ihrer Nicht-DP-Produktionen, was dem ganzen in meinen Augen den letzten Schliff verlieh, wie man auch an der Publikumsreaktion auf "Together" und "Music sounds better with you" erkennen kann.


Alles in Allem ein wirklich grandioser Abend, die Investition in die Tickets hat sich absolut gelohnt und nachdem ich wieder in meinem Auto saß, schoß mir wirklich für einige Sekunden der Gedanke durch den Kopf, dass Berlin (hier spielten DP am 30.06.) ja auch nur knappe 5 Stunden Fahrt von Solingen aus bedeuten würde ;-)


Das einzige, was ich mich während des Abends ein ums andere mal gefragt habe: Wer zur Hölle sagt mir eigentlich, dass das da oben auf der Pyramide wirklich Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter sind? Vielleicht sind das zwei Praktikanten von Roulé oder Crydamoure, die eine Wette verloren haben und jetzt für die Tour die Helme tragen müssen. Weiss man's...? ;-)


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